Pressemitteilung

Thermo-Pack schließt Standardfolien-Produktion
Unternehmen konzentriert sich künftig auf Pharma-Anwendungen

Gaildorf, 03. August 2020 – Die Thermo-Pack Kunststoff-Folien GmbH, Gaildorf, beendet die Herstellung der klassischen Standardfolien. Die Aktivitäten in diesem Bereich sollen bis Ende Oktober 2020 auslaufen. Künftig wird sich das Unternehmen auf Pharma-Anwendungen konzentrieren. Dies teilte die Geschäftsführung der Belegschaft heute in einer Mitarbeiterversammlung mit.

Thermo-Pack entwickelt und fertigt Verpackungslösungen auf Basis von Kunststoff-Folien für Anwendungen bei Lebensmitteln, in Kosmetik, Pharma und Industrie. Es war 1952 das erste Unternehmen, mit dem Firmengründer Gerhard Hansen den Grundstein zur heutigen Rommelag-Unternehmensgruppe legte.

Das Werk stand bereits seit mehreren Jahren unter dem Druck zunehmenden Wettbewerbs und steigender Marktanforderungen. Zwar wurde mit Prozessoptimierungen und Investitionen in neue Anlagen aus dem Privatvermögen der Eigentümerfamilie entgegengesteuert. Gegenläufige Preisentwicklungen auf den Absatzmärkten verhinderten jedoch die volle Wirksamkeit dieser Maßnahmen. Eine in Auftrag gegebene unabhängige Untersuchung konnte darüber hinaus keine ausreichenden Potenziale für die Folienproduktion identifizieren. Die aktuelle Marktsituation, auch hervorgerufen durch die Corona-Pandemie, lässt zudem keine Besserung für die Zukunft erwarten.

„Wir sind nun an einen Punkt angelangt, an dem wir für diese Produktgruppe leider keine nachhaltige Perspektive mehr erkennen“, fasst Bernd Hansen, Präsident der Rommelag-Gruppe, die Analyse zusammen. Thermo-Pack-Geschäftsführer Jakob Hansen, Enkel des Firmengründers, ergänzt: „Der Schritt fällt uns, gerade auch als Gründerfamilie, sehr schwer. Er ist jedoch aufgrund der gegebenen Situation und der negativen Aussichten unumgänglich.“

Beide Unternehmer betonen, dass trotz Ausschöpfung aller zur Verfügung stehenden Optionen keine vertretbare Entwicklung in der Ertragskraft zu erwarten gewesen sei. „Wir haben bis zuletzt alles versucht, mussten jedoch feststellen, dass keine der von uns erarbeiteten Maßnahmen zu einem dauerhaften Erfolg für die Folienproduktion geführt hätte“, macht Bernd Hansen das Ringen um eine Lösung deutlich. Allein der Bereich der Pharma-Anwendungen verspricht für die Zukunft weiteres Entwicklungspotenzial. Entsprechend wird dieser Teilbereich weitergeführt.

„Die Redimensionierung soll so fair wie möglich erfolgen“, betont Jakob Hansen. Betroffen sind rund 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie werden auf Wunsch in eine Transfergesellschaft übernommen, die diese nicht nur finanziell absichert, sondern ihnen auch dabei hilft, rasch in neue Beschäftigungsverhältnisse zu wechseln. Den Auszubildenden wird nach Möglichkeit ein Ausbildungsplatz innerhalb der Rommelag-Gruppe angeboten.

Weitere Informationen:
Andreas Häußner – Leitung Marketing/ Pressesprecher
T +49 7976 80-578
andreas.haeussner@rommelag.com